Bedarfsgerechte Kinderbetreuung in Grinzens
Interview · April 2009
Der SENDERSWIND im Gespräch mit der Leiterin des Arbeitskreises „Bedarfsgerechte Kinderbetreuung in Grinzens“, Burgi Kofler.
Burgi, Du hast in der letzten Gemeinderatssitzung die ausgearbeiteten Ergebnisse des Arbeitskreises an den Bürgermeister und den Gemeinderat übergeben und den Arbeitskreis „Bedarfsgerechte Kinderbetreuung in Grinzens“ für abgeschlossen erklärt. Wie kam es dazu?
Vor knapp einem Jahr hat mir der Altbürgermeister Karl Gasser mit einem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats die Leitung des Arbeitskreises übertragen, um eine zukunftsorientierte und bedarfsgerechte Kinderbetreuung für Grinzens zu realisieren.

- Burgi Kofler,
AK-Leiterin
Gemeinderätin
Ich war bereits in der ersten Sitzung vom Zuspruch so positiv überrascht, dass ich mich an dieser Stelle bei allen Teilnehmern/ innen ganz herzlich bedanken möchte: Profunser Gerda, Schröcksnadel Maria, Mayer Anita, Jansenberger Marieke, Deiser Manfred, Holzknecht Martina, Gogl Astrid, Trojer Barbara, Weinmayer Thomas, Winkler Gabi, Jetzinger Judith, Thalhammer Hannes, Kahlenberg Ute, Überbacher Sandra, Freisinger Daniela, Malleier Gerti, Bucher Toni und den drei Vertreterinnen der Bildungseinrichtungen Dominguez Barbara, Wegscheider Christine und Marini Susanne. Und im Besonderen möchte ich Gemeindevorstand Abenthung Margret und Bucher Andrea für die sachliche und unparteiische Zusammenarbeit im Arbeitskreis danken.
Ohne diesen ehrenamtlichen Einsatz weit über das normale Maß hinaus – immerhin sprechen wir hier von 3500 – 4000 freiwilligen Arbeitsstunden – wäre so ein basisdemokratischer Prozess nicht in so kurzer Zeit umzusetzen gewesen.
Warum warst Du von dem großen Interesse und Engagement in Grinzens so überrascht?
So weit ich mich erinnern kann, hat es so eine begeisterte Beteiligung von Grinzigern/innen an einem wichtigen Thema noch nicht gegeben. Man kann daraus erkennen, daß das Thema Kinderbetreuung für die Bevölkerung ein fundamentales Anliegen ist.
Welche der erarbeiteten Lösungsvorschläge wäre aus Deiner Sicht der sinnvollste?
Unter dem Motto des Arbeitskreises „Mit Hausverstand und Vision“ würde ich mich heute für eine schnelle Übergangslösung am Sportplatz – also auf Gemeindegrund – entscheiden, wobei vier entscheidende Kriterien für diese Lösung sprechen:
- Kinder im Alter von 0-14 Jahren könnten dort das ganze Jahr über in kleinen Gruppen ganztägig und aus pädagogischer Sicht optimal betreut werden. Ein Mittagstisch könnte auch angeboten werden.
- Durch die von Land und Bund bereits zugesagte Förderung für die Schaffung von 25 neuen Kinderbetreuungsplätzen in Höhe von 233.000 € (2.300.000 ÖS) würde auf die Gemeinde – bis auf allfällige Erschließungskosten – keine weitere finanzielle Belastung zukommen.
- Wenn man wollte, könnte dieses Modell noch bis zum Herbst dieses Jahres realisiert werden. Und
- Drei Viertel der Eltern hat sich beim ersten Meilensteintreffen für diese Lösung ausgesprochen – dies deckt sich auch mit den Ergebnissen aus unserem Fragebogen.
Das kling doch eigentlich vernünftig. Warum wird dieses Modell dann nicht einfach jetzt auch realisiert?
Ganz ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht. Alle Daten, Fakten und Zahlen, bis hin zu Finanzierungsplänen liegen auf dem Tische des Bürgermeisters.
Burgi, herzlichen Dank.
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