Editorial - Ausgabe 14

· September 2008

Liebe Leserinnen und Leser!

Titel Senderswind Nr. 14Diese Ausgabe beinhaltet ein paar “heiße Eisen”. Was würdet Ihr zum Beispiel davon halten, wenn Euer Nachbar Euch anbieten würde, eine gemeinsame, kostensparende Heizanlage zu bauen? Eine, die nicht mehr von einem ständig teurer werdenden Rohstoff wie Erdöl oder Erdgas abhängt, sondern von einer Energiequelle aus dem Dorf, nämlich Holz, gespeist wird? Und wie würdet Ihr es als Waldeigentümer finden, eine direkte Nachfrage nach Brennholz im Dorf zu haben? – Wir glauben, hier könnte sich mit alternativen Heizsystemen für die nächsten Jahrzehnte eine für alle Seiten positive und ausbaufähige Zusammenarbeit entwickeln. Dies glaubt auch der Obmann der Agrargemeinschaft Grinzens, Johann Holzknecht.

Unser Wald – ein “heißes Eisen”? Ja, und das nicht nur, wenn der Wald als Energielieferant für Grinzens genutzt wird. Auch bei der Frage, wer in Zukunft das Amt des Waldhüters übernehmen wird, geht es heiß her. Bis zum 11. September 2008 hat Toni Bucher die Ämter des Bürgermeisters und Waldhüters in einer Person vereint. Nun ließ er sich als Waldhüter karenzieren und hat eine Ausschreibung dieses Postens bis jetzt verabsäumt.

Hintergrundinformationen zum Thema Agrargemeinschaft bringt Licht in das Gewirr von Informationen, die durch die Medien in den letzten Monaten auf uns eingestürmt sind. Wir erläutern das Urteil des VfGH.

Die Nationalratswahlen stehen vor der Tür. Schon wieder. Jungwähler Simon Jetzinger macht sich dazu seine eigenen Gedanken.

Ohne eine Wahl durch die Bürgerinnen und Bürger ging die Neubesetzung des Bürgermeisteramtes über die Bühne. Karl Gasser trat zurück, es folgte Toni Bucher nach. Soweit war ja alles klar. Schade, dass der neue Bürgermeister nicht die Chance ergriffen und der ULG den ihr zustehenden Posten des Vizebürgermeisters zuerkannt hat. So beweist die Heimatliste einmal mehr ihren Anspruch auf die totale Macht. Eine vertane Chance mehr.

Wir berichten, was es in Sachen Wohnungsbau in Grinzens Neues gibt. Die ULG fordert, dass die Ziele der Lokalen Agenda 21 beherzigt werden und die Bürgerinnen und Bürger in die Raumplanung einbezogen werden.

Auch der Golfplatz betrifft die örtliche Raumplanung… und unsere Geldtasche: denn da gibt’s schon wieder was zu zahlen. Wer darauf wartet, den angekündigten Waldspielplatz in Grinzens zu nutzen, der wird leider enttäuscht. Auch diejenigen, die sich für eine Einbeziehung von Experten bei einer Gesamtplanung rund um den Sportplatz eingesetzt haben, müssen noch warten. Stillstand ist leider angesagt.

Wir wünschen Euch eine spannende Lektüre!

— Redaktion

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