Golfplatz

· September 2008

Golfplatz lässt Grinzens erneut finanziell zur Ader

Golfball © http://www.flickr.com/photos/konderminator/1352838736/Grinzens muss 12.000 EUR nachschießen, um zusätzliche Kosten abzudecken. Ein Ende der Kostenspirale ist nicht abzusehen.

Auf Anfrage der ULG in der GR-Sitzung vom 11.09.2008 berichte BM Toni Bucher, dass die Gutachten für das geplante Golfplatzprojekt Axams-Grinzens weitere Kosten verursachen.

Nun ist also eingetreten, was die ULG bereits vor einem Jahr befürchtete: die “Feriendörfer Golf GmbH” wird tatsächlich zum Fass ohne Boden, und Grinzens ist vertraglich gezwungen, sich an Mehrosten zu beteiligen. Grinzens muss vorerst einmal 12.000 EUR aus seinen dürrren freien Budget nachschießen. Damit gibt Grinzens mittlerweile 30.000 EUR für das Golfprojekt aus, ehe noch überhaupt die Umweltverträglichkeitsprüfung gestartet ist. Die soll dann bis Sommmer 2009 über das Schicksal des geplanten Golfplatzes entscheiden.

Zur Verdeutlichung: 30.000 EUR sind ein Drittel des nicht gebundenen Grinzner Budgets, also jenen Geldes über das die Gemeinde frei verfügen könnte, so sie es hätte. Z.B. könnte sie damit 30 Vereine ein Jahr lang fördern, wenn man von der üblichen Vereinsförderung von EUR 1.000 ausgeht – oder fast 4 Jahre lang den Abgang von EUR 8.000 bei den Müllgebühren abdecken. Der Griff in die ohnehin schon leere Gemeindekassa erscheint unverständlich: Grinzens und die anderen Mittelgebirgsgemeinden nehmen mit öffentlichen Geldern das finanzielle Risiko des privaten Golfplatzbetreibers auf sich, anstatt dringend anstehende Projekte für die GemeindebürgerInnen umzusetzen.

— Redaktion

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Kommentare

  1. — Günter Steiger · 16. Nov. 08, 15:42 · #

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Mit großem Entsetzen habe ich in der axamer Gemeindeversammlung vom 12. November 2008 über das Golfplatzprojekt Axams-Grinzens erfahren. Im Gegensatz zu Herrn Josef Holzknecht und Herrn Bgm. Rudolf Nagl ersehe ich es als absolute Unnotwendigkeit für die Errichtung eines Golfplatzes wichtige Steuergelder auszugeben. Der Gemeinde Axams-Grinzens und auch dem ganzen westl. Mittelgebirge fehlt ohnehin ein Konzept für Tourismus und Wirtschaft und jetzt versucht man in Verbindung mit einer Golflobby kosmetische Auffrischung bzw. Belebung zu betreiben. Ich möchte wissen, wer z.B. die Verlegung aller in diesem Bereich bestehenden Starkstromleitungen finanziert? Laut Aussage von Herrn Holzknecht ist die Verlegung eine “Bedingung” der Golfplatz GmbH. Leider hat auch die Gemeinde Axams bereits 40.000 Euro für die Planung dieses Projektes ausgegeben und auch mit einer Selbstverständlichkeit die weitere finanzielle Beteiligung zugesichert, sollte die UVP positiv ausfallen.
    Somit wünsche ich Senderswind alles Gute für die weitere Strategie und Bekämpfung dieses “landschaftsfressenden” Minimalsports für einige Wenige und sichere Ihnen meine Unterstützung zu.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Steiger
    —————————-
    Steigerdruck GmbH, Axams

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