Machtrausch

· September 2008

Neuwahlen des Bürgermeisters und des Vizebürgermeisters

7:6

Dass die ULG bereits vor 4 Jahren den Anspruch auf das Amt des Vizebürgermeisters gestellt hat, dieser jedoch von der Heimatliste mit der ersten Kampfabstimmung 7:6 in den eigenen Reihen gehalten wurde, ist bekannt! Die Heimatliste hat somit das Wahlergebnis nicht verstanden, denn ein Unterschied von nur 39 Stimmen bei den Gemeinderatswahlen 2004 ist keine Bitte der Wähler, sondern eine ganz klare Aufforderung zum Umdenken. Es ist außerdem im ganzen Land Tirol üblich, dass einer so starken Opposition, wie der ULG in Grinzens der Vizebürgermeister zuerkannt wird!

Leider hat die Heimatliste aus ihren Fehlern der Vergangenheit nichts gelernt und auch bei der erst kürzlich durchgeführten Neuwahl des Bürgermeisters, sowie des Vizebürgermeisters wieder beide Ämter für sich beansprucht.

Trotzdem geht sie immer noch mit dem Slogan „Wir wollen gute Zusammenarbeit“ hausieren, welche für sie aber nur heißt: „Seid still und stimmt mit uns mit!“

Jedoch NICHT mit der ULG!

Unser Angebot, im Sinne der Lokalen Agenda 21 eine bessere Zusammenarbeit im Gemeinderat zu erreichen, wurde vom Bürgermeister Toni Bucher im Bezirksblatt nicht nur wissentlich falsch interpretiert, sondern auch ins Lächerliche gezogen.

„Bei einer Tagung in Klausur werden entweder gemeinsam oder in Gruppen, oft unter Anleitung eines Moderators, bestimmte Themenbereiche besprochen, die sich in der Regel auf das Arbeitsumfeld der Teilnehmer beziehen und zunächst nicht veröffentlicht werden sollen.“
Definition bei Wikipedia

Zur Information an den Bürgermeister: “Klausur” oder “Mediation” heißt gemeinsames Arbeiten an einem Problem, welches für beide Seiten so nicht akzeptabel ist. “Kaffeekränzchen” hingegen heißt: Gemeinsames Kaffetrinken, plauschen und eben nicht arbeiten. Außerdem hat die ULG vorgeschlagen, dass die Kosten für diese Klausur von den GemeinderätInnen selbst getragen werden sollten, und nicht – wie Bürgermeister Bucher im Bezirksblatt verlauten lässt – von der Gemeinde. Aber anscheinend war das den GemeinderätInnen der Heimatliste zu viel, sie stimmten gegen diese Klausur und eine Verbesserung der Zusammenarbeit.

Wir haben unseren Wählern versprochen, die Politik in Grinzens durchschaubarer zu gestalten und für mehr Transparenz in den verschiedenen Vorhaben zu sorgen. Wir haben dies in der kurzen Zeit, in der wir nun im Gemeinderat sitzen, erreicht. Auch weitere wesentliche Wahlversprechen haben wir eingehalten wie z.B. die Schaffung eines Nahversorgers und eines Jugendraumes.

Machtspiel der Heimatliste auf dem Rücken der Bevölkerung

Bei Abstimmungen von 7:6 gegen Anträge der ULG, welche sichtlich Positives für die Gemeinde bewirken würden, ist es auch für die ULG nicht immer leicht, gute Miene zum bösen Spiel zu machen.

Hingegen beklagen sich die MandatarInnen der Heimatliste häufig über ihre schwierige Arbeit im Gemeinderat. So schwierig kann’s ja aber für die Heimatliste wohl nicht sein, denn nicht die ULG hat die Möglichkeit ihre Macht aufgrund der haudünnen Mehrheit auf Biegen und Brechen durchzudrücken, sondern die Heimatliste!

Sie spielt seit 4 Jahren diese Macht gegen die ULG und somit auch gegen Bevölkerung von Grinzens aus… oft nur aus dem einen Grund: Nämlich selbst Recht zu behalten.

Wie sonst sollte man Beschlüsse begründen, welche gegen Einnahmen der Gemeinde Grinzens sind, jedoch für deutliche Mehreinnahmen der Gemeinde Axams oder Kematen. Hier wird ein ganz übles Machtspiel auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen. Aber die ULG wird es nicht zulassen, dass Gelder in die benachbarten Gemeinden fließen, für Leistungen, die sie von UNS erhalten.

ULG arbeitet weiter für Grinzens

Wir werden aber weiterhin versuchen, unsere Vorhaben für Grinzens und seine Bevölkerung in den letzten 1 ½ Jahren dieser Gemeinderatsperiode gemeinsam mit der Heimatliste zu realisieren.

Diese geplanten Vorhaben sind z.B.: Straßenrenovierung, Sicherstellung einer funktionierenden Wasserleitung, Minimieren der Beteiligungskosten an der Wasserleitung für Kematen, Renovierung des Turnsaals, Straßenbeleuchtung auch für abgelegene Straßenteile, Ausbau des Gehsteiges für unsere Schulkinder, Rundwanderweg für uns Grinzner.

— Sieghard Larl, Gemeinderat

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