ULG holt miniMPREIS nach Grinzens!
Ausgabe Nr. 11 · September 2007
Eröffnung im Dezember 07 geplant
Im Herbst 2003 schloss der letzte der drei Grinzner Lebensmittelmärkte seine Pforten. Doch das wollte die ULG – wie versprochen – so nicht hinnehmen und begann, intensiv nach Ersatz zu suchen. Denn die Betreiber der früheren Märkte schlossen ihre Geschäfte nicht wegen fehlender Wirtschaftlichkeit, sondern aus persönlichen Gründen.
Sieghard Larl und Reinhold Fagschlunger gründeten eine Arbeitsgruppe „ULG für Nahversorger“, die im Sommer 2004 eine Bestandsaufnahme des „Standortes Grinzens“ durchführte, welche einem Großhändler die Entscheidung erleichtern sollte. Durch 3 Jahre wurden unermüdlich Lösungen gesucht und ausprobiert:
- das Lieferservice einer Bäckerei & eines Kaufmannes
- per Inserat (TT) wurde ein Betreiber für einen Nahversorger in Grinzens gesucht
- Burgi Kofler regte den Senderswind als Plattform für die Eigenvermarktung bäuerlicher Produkte an. Dieser Vorschlag scheiterte aber an unsichtbaren Hindernissen.
Sieghard Larl: „Es muss möglich sein, wieder einen Nahversorger nach Grinzens zu bekommen“
2004 besuchten Mitglieder der Arbeitsgruppe „ULG für Nahversorger“ zahlreiche neueröffnete Geschäfte, etwa jenes in Schönberg, wo eine Anlaufstelle für Lebensmittel, Trafikbedarf, Post und Blumen mit angeschlossenem Café geschaffen wurde.
Sieghard Larl und Adi Praxmarer ließen ihre zahlreichen Kontakte in der Lebensmittelbranche spielen. Eine Präsentationsmappe mit den Vorzügen des Standortes stets griffbereit, versuchten sie seit Herbst 2003 unermüdlich, die namhaften großen Lebensmittelketten, aber auch Einzelhändler davon zu überzeugen, sich in Grinzens anzusiedeln. Bis zum Frühjahr 2007 winkten alle Angesprochenen ab.
Doch dann machte sich die Ausdauer bezahlt:
Die Firma MPreis hatte in
Tulfes ein Pilotprojekt gestartet: ein miniM mit abgespecktem Sortiment gegenüber einem „großen“ MPreis jedoch mit genau gleichen Preisen. Sofort setzt sich Adi mit MPreis-Verkaufsleiter Pfitscher in Verbindung und kann ihn davon begeistern, ein ähnliches Projekt in Grinzens in Erwägung zu ziehen. Dann geht es Schlag auf Schlag:
Mai 07 Anton Mölk (Geschäftsführer MPreis) inspiziert das ehemalige Geschäftslokal der Familie Kofler.
Juni 07 Sieghard Larl und Adi Praxmarer führen Gespräche mit den Herren Krug und Pfitscher.
Juli 07 Anton Mölk sagt die Eröffnung eines minM zu. Die ULG informiert den Gemeinderat.
Aug. 07 Gemeinderat beschließt Förderung des miniM auf 3 Jahre
Sept. 07 Hannes Angerer informiert die Redaktionen des Senderswind und des Grinziger über eine voraussichtliche Eröffnung im November/Dezember 2007.
Dann wird es in der Verantwortung der Grinzner- jedes Einzelnen, der Vereine und der Gemeinde – liegen, das Angebot des miniM zu nutzen, um sich langfristig die Nahversorgung zu sichern. Ja zum miniM heißt, für die die eigene Zukunft vorzubauen, um einen Nahversorger im Ort zu erhalten, den man im Alter auch noch zu Fuß erreichen kann. – Dies ein Beispiel für nachhaltige Entwicklung.
Nachtrag vom 5. Nov. 2007:
Mittlerweile haben auch das Haller Bezirksblatt und jenes für das Westliche Mittelgebirge in ähnlicher Weise berichtet.
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