Ruhegebiet Kalkkögel in Gefahr

· September 2010

Liftprojekt ad acta?

Im Februar 2011 erklärt Landeshauptmann Günther Platter (VP), dass der Zusammenschluss von Schlick und Axamer Lizum derzeit weder rechtlich noch politisch umsetzbar sei. Zuvor hat Naturschutzreferent LHstv. Hannes Gschwentner (SP) das anvisierte Großraumskigebiet (siehe unten) abgelehnt. Doch die Innsbrucker BM, die FPÖ sowie Projektbetreiber und Axamer BM Nagl wollen weitermachen: im Oktober 2011 gründen sie dazu die “ARGE Brückenschlag”. LR Steixner hofft derweil auf Umsetzung nach den nächsten Landtagswahlen, wohl mit Hilfe der FPÖ.

Die “Dolomiten Nordtirols” von Liftbau bedroht

Salfeins im Oktober 2010 Erschließungshungrigen Touristikern, Politikern und Seilbahnbetreibern sind das Ruhegebiet Kalkkögel und die Alpenkonvention ein Dorn im Auge auf dem Weg zum Zusammenschluss der Schlick mit der Axamer Lizum. Geschaffen wurde das Ruhegebiet 1983, um “eine noch wilde und ursprüngliche Bergwelt im Nahbereich von Innsbruck zu erhalten”, wie es auf den Seiten des Landes Tirol heißt.

Ruhegebiet Kalkkögel, (c) Land Tirol
Ruhegebiet Kalkkögel
(c) Land Tirol, BEV

Die Pläne reichen von einer Untertunnelung der Kalkkögel bis zu einer zuletzt favorisierten Seilbahnverbindung (“3-S-Bahn”) durch das Herz dieses Kalkstockes. Mindestens 64 100 Millionen Euro soll der Zusammenschluss kosten. Rund 32 Millionen Euro an Unterstützung erhoffen sich die Betreiber direkt von der öffentlichen Hand. Auch der Rest soll großteils mit Steuergeld über Tourismusverbände und Gemeinden finanziert werden.

Wortführer der “Erschließer” im Westlichen Mittelgebirge ist der Axamer BM Rudolf Nagl, seines Zeichens stv. Aufsichtsratvorsitzender der Fröschlschen Axamer Lizum Aufschließungs-Aktiengesellschaft, also in ähnlich beschränkt objektiver Position wie beim geplanten Golfplatzprojekt Grinzens-Axams.

“Kommt der Zusammenschluss – kommen die Gäste…, oder?”

Ein Vergleich der Zahl an Betten (Hotels und Privat) macht klar, wohin eventuelle zusätzliche Touristen überhaupt kommen können: kaum ins westliche Mittelgebirge mit weniger Betten als Fulpmes alleine, dem Talort auf Stubaier Seite:

Angesichts der landschaftlichen Einmaligkeit der Kalkkögel sind diese Erschließungspläne abzulehnen. Unerschlossene alpine Landschaften sind ein großer Wert an sich, ein Erbe, welches wir unseren Nachkommen sichern müssen. Zukünftige Generationen sollten genau so wie wir die Kalkkögel in ihrer Ursprünglichkeit und Schönheit erleben dürfen.

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© Alpenverein Innsbruck

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Befürworter luden zur Vorstellung der Schigebietsverbindungen Mutters – Axamer Lizum – Schlick

Wann: Montag, 7. Feber 2011, Beginn 20.00 Uhr
Wo: Gemeindezentrum Götzens.

Teilnehmer laut Ankündigung auf den Seiten der Gemeinde Axams:

  1. Planungsbüro I.N.N., Seilbahnunternehmen
  2. Bürgermeisterin von Innsbruck, Bürgermeister des Westlichen Mittelgebirges
  3. Bgm. Manfred Leitgeb, Planungsverbandsobmann Stubaital
  4. Peter Schönherr, Bürgermeister Gemeinde Neustift

Berichte dazu:

Pressemeldungen und weiterführende Informationen

(Letztes Update: 20.Jan.2012)

Bild: Österreichwerbung

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http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Tirol/2547210-2/entwicklung-statt-totallähmung.csp

— Redaktion

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Kommentare

  1. — toni kuen · 20. Dec. 10, 12:33 · #

    Ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest
    und für 2011 alles Gute, viel Glück und Gesundheit
    wünscht dir, deiner Familie und dem Dorfzeitung Grinzens Team

    Toni aus Sellrain

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