Rundwanderweg

· June 2008

Kein Fortschritt zu erreichen – Heimatliste blockiert Wunsch der Grinziger Bevölkerung

Rundwanderweg Grinzens Bereits im Dezember 2007 stellte die ULG im Gemeinderat den Antrag das Angebot an naturnaher Freizeitgestaltung durch die Errichtung eines Rundwanderweges deutlich zu verbessern. Geschehen ist seither nichts – Zeit für den Senderswind, den aktuellen Stand noch einmal zu beleuchten.

Antrag der ULG im Dezember 2007: Der Gemeinderat möge den Bürgermeister beauftragen, mit den Grundeigentümern über die Errichtung eines Rundwanderweges zu verhandeln.

Kein Thema der Heimatliste

Der BM ließ über diesen Antrag nicht abstimmen. Er lud aber kurz darauf einige Grundbesitzer zu Gesprächen ein. Das Ergebnis schien nicht ermutigend zu sein. Etwas später lädt er einige Gemeinderäte und Grundbesitzer zu einer weiteren Aussprache ein, die er bei Sitzungsbeginn zu einer Sitzung des Umweltausschusses erklärte. Deren Vorsitz sollte wegen Befangenheit von Vize-Bürgermeister Anton Bucher, der ja Grundeigentümer ist, ULG-Gemeinderat Reinhold Fagschlunger übernehmen.

Tatsachen
Um die Ziele der Lokalen Agenda 21 für Grinzens festzustecken, wurden alle Grinziger Einwohner in einem Fragebogen [211KB] gebeten, die für sie wichtigsten Punkte zu nennen. Und dabei fand sich an erster Stelle der Wunsch wieder, Spazierwege zu errichten. Auch Gehsteig und Fahrradwege zu errichten, ist den Grinzner Gemeindebürgerinnen ein wichtiges Anliegen, das dementsprechend häufig genannt wurde.

Ablehnung der Eigentümer

Bei dieser zweiten Aussprache bekräftigen die Grundeigentümer ihre Ablehnung gegen einen Rundwanderweg. Erst mit der Einladung zur nächsten Gemeinderatssitzung erfuhr Reinhold Fagschlunger, dass er dem Gemeinderat über den Verlauf der erfolglosen angeblichen Sitzung des „Umweltausschussses“ berichten sollte. Eine Abstimmung über den ursprünglichen ULG-Antrag, den Bürgermeister zu Verhandlungen im Namen des Gemeinderates zu ermächtigen, fand sich aber wieder nicht auf der Tagesordnung. Da weder der Gemeinderat den Umweltausschuss mit der Führung von Verhandlungen im gegenständlichen Projekt beauftragt hatte, noch der Umweltausschuss ordnungsgemäß einberufen worden war, weigerte sich Reinhold Fagschlunger die ihm zugedachte Rolle des erfolglosen Verhandlungsführers weiter zu übernehmen.

Fragen der ULG

Wir fragen uns: Warum wird eine Abstimmung im Gemeinderat über die Schaffung eines Rundwanderweges vermieden? Gibt es Gegner eines Rundwanderweges im Gemeinderat, die dies verbergen wollen? Soll das Projekt verhindert werden, indem gezielt Personen in die Verhandlungen geschickt werden, deren Befugnisse sich auf gutes Zureden beschränken und weit hinter jenen des Bürgermeisters zurückstehen?

Aktueller Stand

In der ULG gibt es mittlerweile resignierende Stimmen, die sagen: lasst die Heimatliste mit diesem Projekt in Ruhe. Wenn sie nicht will und einen Spazierweg blockiert, werden sich die Wählerinnen und Wähler schon daran erinnern.

— Redaktion

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